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Musikschule on Tour

29. bis 29.11.2015

Musikschule on Tour

An einem Konzert zu spielen oder zu singen braucht ziemlich viel Mut, das kennt jede Musikschülerin und jeder Musikschüler bestens. Nun stellen Sie sich vor, was es heisst, als Strassenmusikantin und –musikant vor wildfremden Leuten zu spielen, die zufällig vorbeigehen und ja eigentlich gar nicht an ein Konzert gehen wollten! Dieser Herausforderung mit ihren unerwarteten Momenten und schönen Begegnungen haben sich in diesem Jahr gleich zwei Instrumentalklassen unserer Musikschule gestellt.

An einem Samstagvormittag  im Juni haben unsere Querflötenlehrerin Daniela Laubscher und zwölf ihrer Schülerinnen und Schüler die Berner Altstadt musikalisch verzaubert. Begleitet wurden sie von einer Djembe-Gruppe unter der Leitung von Paul von Känel. An den beiden Standorten Loeb-Egge und Bärenplatz machten sie mit wunderschönen Tönen und „groovigen“ Rhythmen auf sich aufmerksam. Das Strassenkonzert kam offenbar so gut an, dass das Querflötenensemble spontan eingeladen wurde, den Familiengottesdienst vom 1. Advent in der Heiliggeistkirche zu umrahmen (siehe Bild).

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Kurz vor den Herbstferien wagte auch eine Handvoll verwegener Cellisten das Experiment Strassenmusik in der Berner Innenstadt. Mit einem VW-Bus, beladen mit vier Cellos, Gartenstühlen und Notenständern fuhren Maria, Jael, Moritz und ihr Cellolehrer Andres Muhmenthaler über Matzwil nach Bern. Der Abend war kühl, aber wenigstens trocken. An drei verschiedenen Standorten haben die vier ihr zwanzig Minuten dauerndes Programm feilgeboten.

Sie waren sich danach einig, dass dies ein ganz tolles Erlebnis war. Insbesondere die unterschiedlichen Reaktionen der Passanten haben sie amüsiert. Da war Bewunderung, aber auch Verwunderung über die heterogene Zusammensetzung des Teams und die zu niedrigen Gartenstühle. Einige nahmen die drei Jugendlichen und ihren Lehrer auch gar nicht war und stolperten beinahe über deren Sammeltüte.

Prominentester Passant war der Schweizer Musiker Marc Sway. Dass dieser nicht stehen geblieben ist bei so schöner Musik konnten die Cellistinnen und Cellisten – nach kurzer Aussprache untereinander – problemlos verkraften. Sie konnten schliesslich auch nicht garantieren, dass sie unter umgekehrten Vorzeichen stehen geblieben wären...